Nachteilsausgleich

Ein Nachteilsausgleich nach Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG und §126 SGB IX kann von Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei Lehrgängen an der Hessischen Landesfeuerwehrschule (HLFS) in Anspruch genommen werden, wenn eine „Lese- und/oder Rechtschreibschwäche“ (LRS) bzw. eine „Lese- und Rechtschreibstörung“ (Legasthenie) vorliegt und die Prüfungsleistung in der vorgeschriebenen Form nicht oder nur teilweise erbracht werden kann. Die Modifikationen stellen keine Erleichterungen dar, da sie lediglich dem Ausgleich der Nachteile, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gegenüber anderen Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmern durch die LRS oder die Legasthenie entstehen, dienen. Der Gegenstand der Prüfung (Themen, Inhalte, etc.) muss immer der derselbe sein, lediglich die Prüfungsform bzw. die Rahmenbedingungen können angepasst werden.

Der schriftliche, formlose Antrag auf Nachteilsausgleich sollte von der Teilnehmerin/dem Teilnehmer rechtzeitig, jedoch spätestens zum Lehrgangsbeginn an der Hessischen Landesfeuerwehrschule, erfolgen. Hier sollte die Teilnehmerin/der Teilnehmer bereits die für sie/ihn geeigneten Nachteilsausgleiche konkret darlegen und begründen. Dem Antrag sind je nach Lage des Einzelfalls geeignete Nachweise (z. B. fachärztliches oder amtsärztliches Attest) beizufügen.

Die Entscheidung über die Gewährung und die jeweilige Form eines Nachteilsausgleichs trifft der Schulleiter der HLFS.

Beruft sich eine Teilnehmerin/ein Teilnehmer erst nach dem Absolvieren der Prüfung auf ihre/seine Behinderung, so ist eine nachträgliche Aufhebung oder Neubewertung der Prüfung aus diesem Grund nicht möglich.